Das Wetter war gut, ich habe mich fit gefühlt, also bin ich spontan nach Markkleeberg gefahren um an meinem ersten Cross Deluxe teilzunehmen. Neun Kilometer durch Schlamm, Wasser, Wald und über Hindernisse. Wie ernst das mit dem Wasser gemeint war, hatte ich dann aber doch nicht erwartet.

Auf Los geht’s los
Ich hatte dieses Mal an meine Knieschoner gedacht. Soll heißen, ich habe sie eingepackt. Als ich auf dem Gelände ankam, war ich ansonsten schon in meiner Sportkleidung. Ich hab mein Ticket gekauft, schnell meine Tasche abgegeben und dann war es auch schon Zeit, in die Startzone zu gehen. Wie immer bei Hindernisläufen, kamen die meisten Teilnehmer in Gruppen. Ich werde immer ein bisschen neidisch, wenn ich das sehe. Nach einer kurzen gemeinsamen Erwärmung fiel auch schon der Startschuss. Gemütliches Loslaufen, kurz durch einen Rasensprenger und dann durfte ich erfahren, wie nass dieser Lauf werden wird. Denn es ging erst einmal durch den See.
Über Stock und über Steine
Das Gelände stellte ein Hindernis für sich dar. Es ging hoch und runter, über schlammige Wege, auf schmalen Pfaden durch das Dickicht. Ich bin noch immer kein guter Läufer, habe also schnell den Posten als Schlusslicht eingenommen. Das ist für mich okay. Anfangs hieß das noch viel anstehen an den Hindernissen. Zu sehr habe ich mich nicht abhängen lassen. Das ein oder andere Mal war ich nämlich auf Hilfe von anderen Teilnehmern angewiesen. So hätte ich es zum Beispiel niemals alleine aus dem ersten Schlammloch rausgeschafft.
Unter einem Netz lang zu krauchen kenne ich ja nun schon all zu gut. Darin sehe ich viel weniger ein Hindernis als mehr eine kurze Verschnaufpause. Ab auf alle vier und durch geht es. Dann hieß es anstehen für einen Container voll mit alten Reifen. Gar nicht so einfach, da drüber zu krabbeln. Wenn man abrutscht, steckt man fest. Ich hab es aber gut geschafft. Nur beim letzten Reifen war ich dann doch dankbar über die helfende Hand, die mir entgegen gestreckt wurde.
An viele Hindernisse kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Ist ja auch schon wieder eine Weile her. Wahrscheinlich habe ich sie auch gar nicht so direkt als Hindernisse wahr genommen, weil das Gelände einfach sehr gut genutzt wurde. Durch Wasser waten, über Sandhügel und mehr flaches Gewässer fühlte sich schnell ganz natürlich an. Dann noch einmal anstehen am Markkleeberger Horn. Einen kleinen Berg galt es zu erklimmen. Steil nach oben, mit viel Armkraft musste man sich mit Hilfe eines dicken Seils Schritt für Schritt hocharbeiten. Und auf der anderen Seite vorsichtig wieder runter. Das hat Spaß gemacht. Ich hätte direkt Lust gehabt, das noch einige Male zu wiederholen. Dieses Hindernis hat für mich ganz klar das Deluxe in Cross Deluxe Markkleeberg gebracht.
Deluxe Schlammpackung inklusive
Schlamm ist ja gut für Haut und Haar. Und daran wurde wirklich nicht gespart beim Cross Deluxe Markkleeberg. Damit auch wirklich kein Zentimeter ausgelassen wird, galt es beim nächsten Hindernis allen Mut zusammen zu nehmen, und tief ab zu tauchen. Denn Bretter waren quer über die Schlammlöcher gespannt und der einzige Weg führte drunter durch. Vom Tauchen her kein Problem, eine reine Kopfsache. Mit der Hand fest am Brett ging es also ab und auf der anderen Seite wieder hoch. Das dreimal, und die Haare hatten eine reichhaltige Pflegepackung abbekommen.
Ordentlich eingeschlammt ging es schnell weiter zum Fuchsbau. Dunkle Betonröhren, tief in den Boden eingelassen, erinnerten mich an meine Knieschoner. Die lagen – dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein – sicher in meiner Sporttasche. Das tat ganz schön weh, denn in den Röhren hatte sich bereits allerlei Dreck und Kieselsteine angesammelt. So schlimm wie beim Spartan Race sahen meine Knie danach nicht aus, aber ich habe meine Lektion gelernt. Knieschoner nicht nur einpacken sondern unbedingt auch tragen beim nächsten Mal!
Die nächsten Röhren waren kniefreundlicher aus Kunststoff gestaltet. Ein Seil half, sich in der glatten Röhre hochzuarbeiten. Am Ende wartete ein Wasserbecken. Die größte Kunst wie immer bei solchen Röhrenhindernissen, stellte das wieder rauskommen dar. Auf dem Bauch? Auf den Rücken drehen? Knie anziehen oder einfach wie ein nasser Sack fallen lassen? Da hat jeder seine eigene Methode und es ist keine Schande, erst einmal nach links und rechts zu schauen, welche Methode am wenigsten Schmerzen verursacht.
Getränkestand für die Läufer beim Cross Deluxe
Nun gab es endlich etwas zu trinken. Wasser und eine Brause. Die Temperaturen waren Ende September zum Glück erträglich, ansonsten hätte es der ein oder andere Teilnehmer wohl gar nicht so weit geschafft. Toller Lauf, großartige Hindernisse dabei, aber für das Geld hätten es gerne zwei oder drei mehr Getränkestände entlang der Strecke sein dürfen. Meist fehlt es an Volunteers. Wer Lust bekommen hat auf ein Wochenende Spaß aber nicht auf zerschrammte Knie darf gerne einmal darüber nachdenken, beim nächsten Event entlang der Strecke zu helfen. Und sich dann bitte zeitnah anmelden. Volunteers sind bei allen Events immer gerne gesehen und händeringend benötigt.
Teamwork erforderlich
Bei der PyramiDeluxe wurde mir wieder einmal bewusst gemacht, wie viel es bringt, einen Partner beim Lauf zu haben. Ohne Hilfe führte kein Weg über die Pyramide beim Cross Deluxe Markkleeberg. Als ich jedoch die Rückseite sah, habe ich dankend verzichtet. Zu sehr erinnerte mich der Abgang an mein Erlebnis beim Spartan Race, wo ich mein Knie eingebüßt hatte. Damit war ich für die Wertung disqualifiziert. Für mich nicht so schlimm, mache ich die Rennen doch nur aus Spaß an der Freude und nicht um mich ernsthaft sportlich zu messen.
Also lief ich schnell weiter zur Mega Slide. Eine Rutsche, die direkt in den See führte, um wieder zurück zum anderen Ufer zu kommen. Ein wenig Mut erfordert es schon. Aber ich liebe fliegen. Und hatte ja zum Glück Kontaktlinsen drin. Meine Brille wäre mir schon mehrmals auf der Strecke des Cross Deluxe Markkleeberg verloren gegangen.
Trocken Laufen
Nach dem letzten Schwimmen gab es erst einmal die Chance, sich trocken zu laufen. Doch bevor ich los lief, habe ich meine Schuhe geleert. Da hatte sich doch reichlich Dreck angesammelt und für extra Gewicht wollte ich keine Energie verschwenden. Dann schnell weiter.
Wieder wurde das Gelände geschickt als Hindernis genutzt. Den kleinen Anstieg immer schön hoch und runter, dabei oft unter einem Netz lang. Zu leicht sollte es ja nicht werden. Den Dreck durfte man gleich wieder abwaschen nach einer kurzen Rutsche in einen kleinen Pool.
Noch einmal durch Röhren und dann kam mein persönlicher Endgegner. Monkeybars. Ich schaue sie immer in Ehrfurcht an. Und laufe dann fröhlich vorbei. Dieses Mal habe ich mich zumindest dran gehangen und sogar eine Sprosse geschafft. Mit Handschuhen wäre es vielleicht sogar eine weitere geworden. Ohne war es mir den Schmerz nicht wert. Merken für nächstes Mal: Handschuhe mitnehmen.
Deluxe Training für den Po
Hoch hinaus ging es nun, erst den Hügel erklimmen mit Trittfestigkeit, dann noch ein ganzes Stück weiter mit Stufen. Schritt für Schritt wurde ich immer langsamer. Irgendwie habe ich es doch ganz nach oben geschafft. Geschnauft wie eine alte Dampflock, aber das Potraining war noch nicht vorbei. Der Weg führte weiter aufwärts, bis es kurz abwärts ging, nur um sich in der Crawl Shower wieder hochzukämpfen. Meine Arme brauchen deutlich mehr Training, ich habe mich deshalb weitestgehend mit den Beinen hochgedrückt. Kein Problem dank Holzblanken. Etwas mehr Shower hätte es vielleicht leichter gemacht. Vielleicht auch schwerer. Auf jeden Fall hat das Spaß gemacht und bekommt einen wohlverdienten zweiten Platz auf meiner Lieblingshindernisliste für den Cross Deluxe Markkleeberg.
Runter den Hügel ging es dann deutlich schneller dank Rutsche. Erst einmal schauen, wie die anderen Teilnehmer runter gerutscht sind. Dann tief Luft hohlen und los ging es. Am Anfang war es gar nicht so schnell wie befürchtet, aber auf halber Strecke habe ich noch mal ordentlich Schwung bekommen und plötzlich lag ich auch schon den unten wartenden Teilnehmern zu Füßen.

Gib Gummi beim Cross Deluxe Markkleeberg
Nun folgten alle Reifen, die sie für den Cross Deluxe Markkleeberg zusammen tragen konnten. Reifensandwich, wo man sich durch aufgereihte Reifen zwängt. Dann durch Reifen durchklettern. Um zu guter Letzt noch einmal in einen Anhänger steigen zu dürfen, um vorsichtig über Reifen zu balancieren. Fehlte nur noch Reifen tragen, aber das ist ein anderer Lauf.
Der Jenga Turm hat es mir dann richtig angetan. Um sich innerhalb des Turmes nach oben zu bewegen, brauchte es eine gewisse Geschmeidigkeit. Ducken, drehen, aufrichten, hochziehen, drehen und wieder ducken. Wie ein Wurm kämpfte ich mich Etage für Etage nach oben. Außen dann vorsichtig wieder runter klettern.
Der folgende Glaskasten war danach eher verwirrend als alles andere. Wirklich einfach nur durchgehen? Oder haben wir hier etwas verpasst? Reichte auf jeden Fall so kurz vorm Ziel. Noch ein letztes Schlammbad, bei dem ein wirklich engagierter Fotograf bereit stand. Letzte Kraft für ein fröhliches Gesicht aufbringen, durch den Schlamm und über die Bande und dann war auch schon das Ziel in Sicht. Mit einer Medaille, einem Fotografen, aber vor allem Kuchen und Getränken. Darauf stürzte ich mich als erstes, bevor ich mich für mein Finisherfoto aufstellte. Yeah, wieder ein Lauf geschafft.

Als letztes Hindernis hätte man die Duschen zählen können, für die musste man nämlich weit nach oben laufen. Ich tat wie die meisten und bin in den See gesprungen. Gleich mit Kleidung, um diese so gut es geht auszuspülen. So sauber habe ich meine Klamotten noch nie von einem Schlammlauf mit nach Hause genommen.
Nun weiß ich, was ich besorgen muss, und welche Körperteile in den nächsten Monaten extra Aufmerksamkeit, sprich Training brauchen. Dazu ein bisschen weiter an meiner Ausdauer arbeiten. Und dann heißt es auch 2026 wieder Cross Deluxe.